| Meine Schafe |
|
|
|
29. Februar 2008
Dank Ngawang Tobden könnt ihr jetzt einige Photos der Schafe sehen, die ich am Kora Tag mit meinen Freunden und Schülern in Swayambhunath gekauft hatte. Mir blieb keine andere Wahl, als sie in eines der noch im Bau befindlichen Luxus Gästehäuser zu stecken, da ich keinen anderen Platz fand, von dem ich annahm, dass er sicher genug für die Schafe sei. Wenn ich sie im Freien frei lassen würde, kämen vielleicht einige Leute und würden sie fangen, oder böse Hunde kämen und würden sie alle beissen, was tatsächlich einem dieser armen Wesen passierte. Ich hatte nicht erwartet, dass dieser Hund aus Varanasi eine von ihnen töten würde, aber so kam es. Bitte widmet eure Gebete dem toten Schaf und diesen armen Wesen. Es gibt so viele Schafe, Kühe und Ziegen, die nur darauf warten, getötet zu werden, wo immer ihr jetzt auch in Nepal hingehen mögt. Aber wir können nur eine begrenzte Zahl retten. Manchmal ist ihr Karma so schlecht, dass die Besitzer sich weigern, sie uns zu verkaufen, weil diese Leute die Idee von Lebens-Befreiung nicht mögen.
Nun gut, ich werde versuchen, mein Bestes zu geben mit meinen begrenzten Möglichkeiten, um diese Wesen und andere, die zufällig mit mir verbunden sind, zu beschützen. Wenn ich nach Kathmandu zurückkehre, hoffe ich, etwas Zeit und Geld zu haben, diesen wunderbaren Tieren einen netten Garten mit hohen Zäunen zu bauen. Ich gedenke auch einige Schweine zu retten, da es einfach schrecklich ist, wie die Leute Schweine töten. Sie stechen das Schwein ins Herz und wenn sie erfahren sind, reicht ein Stich, ansonsten müssen sie mehrfach zustechen, besonders, wenn das Messer nicht scharf ist. Jedesmal wenn ich über die Grausamkeiten der Menschen nachdenke, habe ich dieses gewaltige Herzstechen, das einige Tage lang nicht weg geht. Auf die eine Art fragen einige von uns Menschen, warum unglückliche Ereignisse in unseren Leben passieren, aber wir fragen nicht, warum wir für andere Wesen zum Alptraum werden.
Dies ist etwas, worüber ich häufig deprimiert bin: die Welt, in der wir leben. Aber ich möchte euch mit meiner sentimentalen Stimmung nicht weiter langweilen. Das ist jetzt alles. |



Die Süsse, die meine Hand küsste und diese Welt verließ, ohne Tschüss zu sagen.

In jener Nacht in Thamel, als ich mit einigen Freunden zu Abend aß und Tee trank, hatte ich eine ähnliche Erfahrung. Ich ging auf der Strasse und sah von Weitem einen Stallbesitzer, der lange Zeit mit einem grossen weissen Tuch oder Kleidungsstück herum spielte. Er schien nichts abzuwischen damit, daher wunderte ich mich, was für einen interessanten Trick er da zauberte. Ich wurde so neugierig, dass ich zum Stall lief und schaute. Es war einer jener Alpträume, die mir fast einen spontanen Herzinfarkt bescherten. Es war kein weisses Tuch, mit dem er herum machte, es war eine Ente oder Gans, die er mit einem Messer zu töten versuchte, indem er ihr die Gurgel durchschnitt. Aber das Messer war nicht scharf genug, sodass er regelrecht den Nacken des armen Tieres "sägte", während sie um ihr Leben kämpfte. Ich hatte einen so starken Schmerz im Herzen, dass ich spürte, augenblicklich ohnmächtig zu werden. Später sagten mir die Ärzte, dass ich einen kleinen Herzinfarkt gehabt haben könnte.